Wie stark die Mieten in Deutschland gestiegen sind, zeigt ein Blick auf den Index für Wohnungsmieten. Dort werden die Mieten des Jahres als 100 gesetzt. 2015 lag der Index danach bei 93,5 Punkten. Im Jahr 2025 wurde ein Index von 109,7 Punkten verzeichnet. Der Trend zeigte die gesamte Zeit seit 1995 kontinuierlich nach oben, wobei die Kurve in den letzten Jahren immer steiler wurde. Nun macht die
Wie hat sich die Zahl der Baugenehmigungen genau entwickelt?
Das mit Abstand größte Plus gab es mit 26,1 Prozent im Januar 2026 im Vergleich zum Januar 2025 bei den Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser. Insgesamt wurden in diesem Segment 1.200 neue Wohnungen genehmigt. Auf dem zweiten Rang landeten Eigenheime für eine Familie mit einem Plus von 12,6 Prozent im Vergleichszeitraum. Insgesamt wurden im Januar 2026 bundesweit 3.800 neu zu errichtende Eigenheime genehmigt. Hinzu kamen Genehmigungen für den Bau von 10.500 Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Das entspricht einem Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders bemerkenswert ist das Plus von 200 Prozent beim Bau von Wohnungen in Nichtwohngebäuden. Hier kamen im Januar des laufenden Jahres 350 Genehmigungen zusammen. Die Um- und Ausbautätigkeit wies ebenfalls mit einem Plus von 13,5 Prozent eine positive Tendenz auf. Durch solche Baumaßnahmen können auf der Grundlage der Baugenehmigungen des Monats Januar 2026 immerhin 3.100 neue Wohnungen entstehen.
Entwicklung der Zinsen für Baukredite heizt Bautätigkeit an
Neben den ständig steigenden Mieten sind auch die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (kurz EZB) ein Katalysator der Nachfrage nach Wohneigentum. Seit dem Jahresende 2023 sind die Leitzinsen kontinuierlich gefallen. Bei der Einlagenfazilität (also den Guthabenzinsen der Banken beim Parken von Geld bei der EZB) schlägt ein Minus von mehr als zwei Prozent zu Buche. Das bedeutet, dass es für die Banken lukrativer ist, beispielsweise Kredite an gewerbliche und private Investoren zu vergeben. Dabei werden Finanzierungen bevorzugt, bei denen ein materieller und gut verwertbarer Sachwert entsteht. Das ist bei der Schaffung von Wohnraum der Fall. Zudem sind zuletzt durch gute Tarifabschlüsse der Gewerkschaften die Löhne und Gehälter mehr als die Inflationsrate gestiegen. Dort droht durch steigende Energie- und Kraftstoffkosten als eine Folge des Kriegs im Nahen Osten allerdings ein Problem, falls die Kriegshandlungen sich noch über einen längeren Zeitraum hinziehen sollten. In diesem Fall dürfte die Inflationsrate über den EZB-Zielwert von 2 Prozent pro Jahr steigen.
Quelle: EZB, Statistisches Bundesamt

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