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Lebensmittelwarnungen: Danone ruft Säuglingsnahrung zurück

Stay alert concept

Wer Aptamil-Produkte als Säuglingsnahrung verwendet, sollte eine aktuelle Lebensmittelwarnung samt Rückruf kennen!

Am 30. Januar 2026 kam ein Rückruf für Babynahrung von Danone. Wer die betroffenen Produkte gekauft hat, sollte sie nicht verwenden, sondern ins Geschäft zurückbringen. Dort gibt es nach den Angaben der Danone Deutschland GmbH den Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenbelegs zurückerstattet. Grund für den Rückruf ist das Risiko, dass das Pulver für die Zubereitung von Babyfläschchen mit Cereulid verunreinigt sein könnte.

Welche Säuglingsnahrung von Danone ist betroffen?

Bei dem Rückruf geht es um Babynahrung der Marke Aptamil. Betroffen sind die Produkte Aptamil Profutura Pre D in der 800-Gramm-Packung und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20-04-2027 und Aptamil Pronatura 1 DE (ebenfalls in der 800-Gramm-Packung) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10-11-2026 sowie Aptamil Pronatura Pre in der 1,2-Kilogramm-Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 19-11-2026. Das Unternehmen Danone verweist in der offiziellen Lebensmittelwarnung explizit darauf, dass „ausschließlich die drei genannten Produkte“ mit den genannten Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen sind. In anderen Chargen dieser Babynahrung gibt es keine Hinweise auf mögliche Verunreinigungen. Es wird davor gewarnt, die vom Rückruf erfassten Produkte weiterhin zu verfüttern.

Welche Risiken bergen die in der Babynahrung eventuell enthaltenen Cereulide?

Cereulide werden von einem Bakterium namens „Bacillus cereus“ gebildet. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der für den Menschen potenziell gefährlich ist. Abhängig von der aufgenommenen Menge kommt es zwischen 30 Minuten und 6 Stunden nach dem Kontakt zu Übelkeit und Erbrechen. In größeren Mengen können Cereulide die Nieren und/oder die Leber schädigen. Der Stoff selbst konnte bisher nicht in der zurückgerufenen Babynahrung von Danone nachgewiesen werden. Allerdings gibt es Hinweise auf eine mögliche Verunreinigung durch das Bakterium. Bei günstigen Lagerbedingungen der vorbereiteten Babymilch kann es sich stark vermehren. Das Bundesministerium für Risikobewertung nennt als Beispiel die Lagerung der zubereiteten Babyfläschchen bei Raumtemperatur.
Danone ist nicht das erste Unternehmen, das deshalb Säuglingsnahrung zurückrufen muss. Erst vor wenigen Tagen ging es der in der Schweiz beheimateten Nestlé S.A. ähnlich. Dort wurden Cereulide in einem Betrieb in den Niederlanden gefunden. Betroffen waren mehrere Chargen der BEBA- und ALFAMINO-Produkte. Die komplette Liste wurde vom deutschen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bereits Mitte Januar 2026 veröffentlicht.

Quelle: Danone, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

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