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„Traumfabrik Hollywood“ steht vor großen Veränderungen

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Streamingdienste machen den großen Filmstudios in Hollywood schon länger Konkurrenz. Doch jetzt zeichnen sich gravierende Veränderungen ab.

Die Schlagzeilen rund um die Filmbranche in Hollywood werden derzeit von zwei Namen dominiert. Dabei handelt es sich um Netflix und Warner Bros. Entertainment. Der 1997 gegründete und im kalifornischen Los Gatos ansässige Streamingdienst Netflix möchte sich das Unternehmen Warner Bros. Entertainment samt allen dazugehörigen Rechten und Studios gern einverleiben. Der Deal zwischen den Unternehmen wurde bereits ausgehandelt und – so wie es nach den jüngsten Äußerungen von Donald Trump scheint – wird es auch kein Veto der amerikanischen Wettbewerbshüter geben.

Was lässt sich Netflix die Übernahme von Warner Bros. Entertainment kosten?

Nach den (üblicherweise verlässlichen) Angaben des Branchenmagazins „The Hollywood Reporter“ legt Netflix 82,7 Milliarden US-Dollar für den Ankauf auf den Tisch. Für den Fall, dass Netflix den Deal trotz Genehmigung der Wettbewerbsbehörden nicht realisiert, wird eine Vertragsstrafe von 5,8 Milliarden US-Dollar fällig. Das geht aus übereinstimmenden Statements beider Unternehmen hervor, die am 30. Januar 2026 veröffentlicht wurden. Die derzeitigen Aktionäre von Warner Bros. Entertainment erhalten eine kombinierte Entschädigung, die zum überwiegenden Teil aus einem Barentgelt für die Warner-Aktien und der Draufgabe von Netflix-Aktien besteht.

Warum will Netflix Warner Bros. Entertainment übernehmen?

Das Unternehmen Warner Bros. Entertainment wäre eine Bereicherung für jeden Streamingdienst. Dabei geht es vor allem um die Rechte an den neueren Filmproduktionen. Sie generieren einen Großteil der Werbeeinnahmen, machen aber bisher nur einen kleinen Bruchteil der verfügbaren Film- und Serienbibliotheken aus. Das erklärt auch die Ankündigung von Netflix, die Filmproduktionen von Warner Bros. Entertainment samt den Kinostarts in vollem Umfang erhalten zu wollen. Zuvor muss aber der Bereich Discovery aus den Unternehmen Warner Bros. noch ausgegliedert werden, da er nicht Bestandteil der Übernahmevereinbarung ist. Diese Ausgliederung ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
Andere große Filmstudios befürchten eine drastische Veränderung der Wettbewerbslage, indem mit der Übernahme ein Großkonzern geschaffen wird, der in Zukunft Kinofans und Streamingkunden gleichermaßen bedienen will. Analysten bezeichneten die Übernahme deshalb bereits wörtlich als „historische Transformation“ der gesamten Medienbranche.

Quelle: Netflix, Warner Bros., Bank of America, Hollywood Reporter

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