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Welche Forderungen will ver.di mit dem Streik durchsetzen?
Der Gewerkschaftsführung und den Mitgliedern geht es nicht nur um Lohnerhöhungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Stattdessen müssen sie vielerorts um die Erhaltung der in der Vergangenheit mühsam erkämpften Regelungen kämpfen. Einige Kommunen als Träger des ÖPNV wollen Forderungen durchsetzen, die letztlich eine Verschlechterung der aktuellen Arbeitsbedingungen bedeuten. Die Gewerkschaft ver.di verweist darauf, dass jetzt schon in den kommunalen Verkehrsbetrieben eine hohe Fluktuationsrate aufgrund der ohnehin belastenden Arbeitsbedingungen registriert wird. Eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und eine Verstärkung der Abwanderung von Fachkräften birgt das Risiko, vor allem in der Haupturlaubszeit und in Zeiten hoher Krankheitsquoten den kommunalen ÖPNV nicht mehr in vollem Umfang garantieren zu können. Genau das ist jedoch ein Bestandteil der Fürsorgepflichten für die Bevölkerung, die den Kommunen und dem Staat insgesamt obliegen. Das heißt, letztlich will ver.di mit dem Streik im ÖPNV am 2. Februar 2026 nicht nur die Interessen der eigenen Mitglieder durchsetzen, sondern auch für die Interessen der gesamten auf den ÖPNV angewiesenen Teile der Bevölkerung kämpfen.
Wie ist der aktuelle Stand der Tarifverhandlungen für den kommunalen ÖPNV?
In Baden-Württemberg sind bereits zwei Termine für weitere Verhandlungsrunden für den 9. Februar 2026 und 2. März 2026 angesetzt worden, nachdem die ersten Gespräche am 20. Januar 2026 gescheitert waren. In Bayern wurde am 19. Januar 2026 ergebnislos verhandelt. In Berlin fand am 29. Januar 2026 bereits die zweite Gesprächsrunde statt und ein weiterer Termin steht für den 18. Februar 2026 fest. In den anderen Bundesländern ist die Lage ähnlich. Vor allem mit Blick auf die bevorstehenden zweiten oder bereits dritten Verhandlungsrunden will ver.di mit dem bundesweiten Streik im kommunalen ÖPNV den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.
Quelle: ver.di

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