Hinter dem Kürzel ASOC verbirgt sich die Antarctic and Southern Ocean Coalition, in der Umwelt- und Klimaschutzorganisationen aus mehr als 40 Ländern der Welt zusammengeschlossen sind. Sie besteht seit 1978 und setzt sich aktuell dafür ein, dass das
Welche Bedeutung hat die aktuelle Mission des „FS Polarstern“?
Konkret geht es um die genauere Erforschung der Ökosysteme im Weddelmeer und der angrenzenden König-Haakon-VII-Sea. Dort soll ein internationales Observatorium entstehen, denn der Bereich ist wichtig für die Klimastabilisierung und die Nahrungsmittelversorgung der Menschheit. Das rund 2,8 Millionen Quadratkilometer große Weddelmeer war in der Vergangenheit bereits Ziel zahlreicher Forschungsreisen. Namensgeber war der Robbenjäger James Weddel, der die Region zumindest teilweise bereits im Jahr 1823 erkundete. Bis zu einer ersten Vermessung durch den Ozeanographen William Speirs Bruce sollte es jedoch noch rund acht Jahrzehnte dauern.
Das Forschungsschiff „Polarstern“ war bereits im Jahr 1986 mit einer größeren Tour an der Erforschung des Weddelmeers beteiligt. Damals verbrachte sie insgesamt sieben Monate in der Region.
Wie kann das „FS Polarstern“ den Meeresschutz in der Antarktis unterstützen?
Beim Forschungsschiff „Polarstern“ handelt es sich um einen knapp 118 Meter langen und 25 Meter breiten Eisbrecher der Klasse ARC3. Eigner ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Für die Planung und Durchführung der einzelnen Missionen ist das Alfred-Wegenener-Insitut für Polar- und Meeresforschung, das bei den Forschungsfahrten regelmäßig mit verschiedenen Organisationen und Universitäten kooperiert. Der Schiffsrumpf und die Aufbauten beherbergen neun wissenschaftliche Labore. Die Winden an Bord sind so konzipiert, dass Wasser- und Bodenproben aus bis zu 10 Kilometern Tiefe entnommen werden können. Zudem stehen Unterwassergleiter (beispielsweise das Modell Argo-Float) mit modernster Messtechnik sowie Technik für den Betrieb eines Tiefseeroboters aus der französischen Herstellung zur Verfügung. Außerdem kann die Ausstattung des Forschungsschiffs permanente Messungen beispielsweise für den Salzgehalt, dem Sauerstoffgehalt und der CO2-Konzentration im Meerwasser durchführen. Für punktuelle Messungen gibt es beispielsweise den Rosette-Wasserprobennehmer, der bereits bis in eine Tiefe von knapp 5.590 Metern erfolgreich eingesetzt wurde.
Quelle: Universität Rostock, AWI

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